Der zukünftige See im Gebiet des Tagebaus Garzweiler muss den Namen „Erkelenzer See“ tragen. Dafür sprechen zahlreiche geografische, historische, wirtschaftliche und touristische Gründe.
1. Eindeutige geografische Orientierung
Die Stadt Erkelenz ist das zentrale Mittelzentrum im unmittelbaren Umfeld des zukünftigen Sees und überregional deutlich bekannter als die kleineren umliegenden Orte.
Die Bezeichnung „Erkelenzer See“
- schafft eine klare geografische Zuordnung,
- erleichtert die überregionale Wahrnehmung,
- ist für Touristen, Investoren und Medien unmittelbar verständlich.
Vergleichbare Namensgebungen sind in Deutschland üblich, beispielsweise beim Starnberger See, Schweriner See oder Tegernsee.
2. Stärkung von Tourismus und regionaler Vermarktung
Der künftige See soll ein wichtiger Baustein des Strukturwandels und ein touristischer Anziehungspunkt werden. Dafür ist ein prägnanter, einprägsamer und positiv besetzter Name von großer Bedeutung.
Die Bezeichnung „Erkelenzer See“
- ist leicht verständlich und gut aussprechbar,
- eignet sich hervorragend für Marketing und Tourismuswerbung,
- unterstützt die regionale Markenbildung,
- verknüpft den See unmittelbar mit der bestehenden Infrastruktur der Stadt Erkelenz.
Mögliche spätere Bezeichnungen wie „Urlaub am Erkelenzer See“, „Erlebnisregion Erkelenzer See“ oder „Wassersportzentrum Erkelenzer See“ zeigen das Potenzial einer solchen Namensgebung.
3. Symbol des Strukturwandels
Der Tagebau hat die Region über Jahrzehnte geprägt und zahlreiche Ortschaften verändert oder verschwinden lassen.
Die Benennung als „Erkelenzer See“ kann daher
- den Übergang von der Braunkohleregion zu einer Freizeit- und Tourismusregion symbolisieren,
- ein sichtbares Zeichen des Neuanfangs darstellen,
- Identität und Zukunftsperspektiven für die Region schaffen.
Der Name verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf nachvollziehbare Weise.
4. Besondere Betroffenheit der Stadt Erkelenz
Keine andere Kommune wurde durch den Tagebau Garzweiler in vergleichbarer Weise geprägt.
Zu den Folgen zählen insbesondere
- umfangreiche Umsiedlungen,
- der Verlust gewachsener Kulturlandschaften,
- tiefgreifende Veränderungen von Infrastruktur und Ortsbildern.
Die Benennung des Sees nach der Stadt Erkelenz wäre daher auch eine angemessene Anerkennung dieser besonderen Betroffenheit.
5. Zentrale Rolle bei der zukünftigen Entwicklung
Die Stadt Erkelenz wird bei der Entwicklung des Sees langfristig eine zentrale Rolle einnehmen – sowohl infrastrukturell als auch wirtschaftlich und touristisch.
Eine Benennung nach der größten und bedeutendsten beteiligten Kommune entspricht bewährter Praxis und stärkt die Identifikation der Region mit dem neuen Gewässer.
6. Der überwiegende Teil der Seefläche liegt auf Erkelenzer Stadtgebiet
Nach den bisherigen Planungen wird der zukünftige See zu einem erheblichen Teil auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz liegen. Damit ist Erkelenz nicht nur die größte angrenzende Kommune, sondern auch die Stadt, die räumlich am stärksten mit dem neuen Gewässer verbunden sein wird.
Die Benennung des Sees sollte dieser geografischen Realität Rechnung tragen. Es ist allgemein üblich, bedeutende Gewässer nach der Stadt oder Region zu benennen, die sie maßgeblich prägt oder auf deren Gebiet sie überwiegend liegen.
Der Name „Erkelenzer See“ stellt daher eine sachgerechte und nachvollziehbare Bezeichnung dar. Er würdigt die besondere Bedeutung der Stadt Erkelenz für die Entstehung, Lage und zukünftige Entwicklung des Sees und stärkt zugleich die Identifikation der Bevölkerung mit dem neuen Landschaftsraum.
Fazit
Der Name „Erkelenzer See“ steht für geografische Klarheit, regionale Identität, touristische Vermarktung und die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels. Er ist verständlich, einprägsam und trägt der besonderen Rolle der Stadt Erkelenz bei der Entstehung des Sees angemessen Rechnung.