Antrag gemäß § 3 der Geschäftsordnung
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Muckel,
die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Erkelenz beantragt für den nachfolgenden Antrag die Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Strukturwandel sowie die Beschlussfassung im Rat der Stadt Erkelenz.
Antrag:
Der Rat der Stadt Erkelenz spricht sich dafür aus, den zukünftigen See im Bereich des heutigen Garzweiler Tagebau als „Erkelenzer See“ zu benennen.
Die Verwaltung wird beauftragt, sich gegenüber den zuständigen Behörden, Planungsträgern und sonstigen beteiligten Institutionen für diese Namensgebung einzusetzen.
Zur Begründung:
Im Zuge der Beendigung des Braunkohleabbaus im Tagebau Garzweiler II wird in den kommenden Jahrzehnten der zwölftgrößte See Deutschlands entstehen.
Die Stadt Erkelenz ist als größtes Mittelzentrum im unmittelbaren Umfeld des zukünftigen Sees in besonderer Weise mit den Auswirkungen des Tagebaus verbunden. Umsiedlungen, Landschaftsveränderungen sowie infrastrukturelle Eingriffe haben das Stadtgebiet und seine Ortsteile über Jahrzehnte geprägt.
Der entstehende Tagebausee wird nach der derzeitigen Planung überwiegend auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz liegen; rund 80 % der zukünftigen Wasserfläche entfallen auf das Erkelenzer Stadtgebiet
Die Bezeichnung „Erkelenzer See“ bietet eine klare geografische Zuordnung und entspricht der in Deutschland vielfach üblichen Benennung von Seen nach Städten beispielsweise:
- Starnberger See
- Schweriner See
- Tegernsee
Darüber hinaus besitzt der Name Vorteile hinsichtlich:
- Wiedererkennbarkeit,
- touristischer Vermarktung
- regionaler Identifikation,
- Außendarstellung der Stadt.
Die Benennung des zukünftigen Sees als „Erkelenzer See“ hat für die Stadt Erkelenz eine erhebliche Bedeutung für die regionale Identität, die touristische Entwicklung sowie den bevorstehenden Strukturwandel.